Füllungen

     

Inlays

Inlays dienen der Versorgung von mittelgroßen Defekten an kaubelasteten Stellen im Seitenzahnbereich. Sie werden außerhalb des Mundes im Zahnlabor angefertigt. Dabei wird nach dem Entfernen der Karies und dem Beschleifen des Zahnes ein Abdruck des Ober- und Unterkiefers genommen. In der darauffolgenden Sitzung kann das Inlay dann eingesetzt werden. Inlays bestehen entweder aus Gold oder Keramik und werden mit verschiedenen Zementen am Zahn befestigt. Einen Sonderfall unter den Keramikinlays stellen die CEREC-Inlays dar. Auf diese wird unter dem Punkt CEREC noch gesondert eingegangen

     

Teilkronen

Eine Versorgung mit einer Teilkrone erfolgt in der Regel dann, wenn der Verlust an Zahnhartsubstanz an einem Seitenzahn noch nicht so groß ist, daß der Zahn komplett überkront werden muß. Teilkronen werden entweder aus Gold oder Keramik hergestellt. Die Herstellung erfolgt wie bei den Inlays nach erfolgtem Abdruck im Ober- und Unterkiefer im Labor.Auch bei den Teilkronen besteht die Möglichkeit diese mit dem CEREC-System anzufertigen.

     

CEREC

Seit einigen Jahren besteht die Möglichkeit mit Hilfe des CEREC-Systems Inlays und Teilkronen aus Keramik nach dem erforderlichen Beschleifen des Zahnes noch in der gleichen Sitzung herzustellen und definitiv einzusetzen.Dabei wird der Zahn zunächst wie bei einem normalen Inlay bzw. einer normalen Teilkrone beschliffen (präpariert).Statt der sonst notwendigen Abformung des Ober- und Unterkiefers wird der präparierte Zahn nun jedoch mit Hilfe einer kleinen intraoralen Kamera von oben aufgenommen.Die dadurch erhaltene Aufnahme wird direkt an die Computerdatenbank des CEREC-Gerätes weitergeleitet. Diese errechnet automatisch die Form des Inlays bzw. der Teilkrone und leitet das Ergebnis an die Schleifeinheit des CEREC-Systems weiter. Die Schleifeinheit stellt nun in ca. 30 Minuten aus einem Keramikblock das fertige Inlay bzw. die fertige Teilkrone her, die danach im Mund des Patienten anprobiert wird. Nach der Durchführung eventuell erforderlicher kleiner Korrekturen wie z.B. bei der Bißhöhe kann die fertige Arbeit definitiv eingesetzt werden. Somit entfällt bei CEREC-Inlays bzw. CEREC-Teilkronen die für den Patienten meist lästige Abformung und der Zahn kann in der gleichen Sitzung versorgt werden. Eine Herstellung von Provisorien und ein nochmaliges Kommen zum Einsetzen sind nicht mehr notwendig.

Kronen

Die Versorgung eines Zahnes mit einer Krone wird dann erforderlich, wenn dieser weder mit einer Füllung noch mit einem Inlay oder einer Teilkrone dauerhaft zu versorgen ist. Der Zahn wird dabei von allen Seiten so beschliffen, daß ausreichend Platz für die Krone vorliegt. Danach werden Abdrücke von beiden Kiefern genommen. Die weiteren Herstellungsschritte erfolgen dann im Zahnlabor. In der darauffolgenden Sitzung kann die Krone anprobiert und eingesetzt werden.
Die fertige Krone kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Die einfachste Variante besteht aus einer vollmetallischen Krone, entweder aus einer Gold- oder einer Nichtedelmetall-Legierung (NEM-Legierung). Bei dieser Art der Versorgung ist die Ästhetik natürlich stark beeinträchtigt. Sie wird deshalb nur an den Molaren angewendet.

Optisch deutlich ansprechender sind dagegen keramisch verblendete Kronen. Diese besitzen ein Gerüst aus einer Gold- oder NEM-Legierung auf welches eine zahnfarbene Verblendung aus Keramik aufgebracht wird. Keramikverblendkronen können an allen Zähnen als festsitzender Zahnersatz verwendet werden.
Ein gravierender Nachteil dieser Art von Kronen sollte dabei jedoch nicht verschwiegen werden: Sollte sich an dem Zahn, der derart versorgt wurde, das Zahnfleisch zurückziehen, so wird automatisch der metallische Rand der Krone sichtbar und die Ästhetik somit wieder stark beeinträchtigt. Die einzige Möglichkeit dieses Problem zu vermeiden, besteht darin, den Zahn von Anfang an mit einer vollkeramischen zahnfarbenen Krone zu versorgen. Doch nicht nur die deutlich bessere ästhetische Wirkung ist ein wichtiger Aspekt. Es sollte auch nicht vergessen werden, daß diese vollkeramischen Kronen komplett metallfrei sind, was nicht nur für Allergiker interessant sein dürfte.

Brücken

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